Veröffentlicht am 20. Dezember 2023 in Menschen.

Das war unser 2023!

Heizungspolitik wie im Zirkus – aber auch viele Gründe, zufrieden zu sein.

Aus Sicht der Wärmewende, die von der Bundesregierung angestrebt wird, geht ein Jahr der Verunsicherung und des zeitweiligen Stillstands vorüber. Mitunter war es sogar chaotisch. Aber es gibt auch Positives zu vermelden.

Was in Berlin zum Thema Gebäudeenergiegesetz (GEG, „Heizungsgesetz“) in diesem Sommer geboten wurde, war nicht märchenhaft, sondern grotesk und die Ampelkoalitionäre verhielten sich phasenweise wie Akteure in einer Zirkus-Manege. Nicht so erstaunlich ist, dass sich im Gezerre um das Heizungsgesetz die Ampelkoalition fast die Finger verbrannte. Der Verband der deutschen Heizungsindustrie BDH registrierte seit Anfang des Jahres einen starken Nachfragezuwachs bei Gas- und Ölheizungen – was so von der Ampelkoalition sicher nicht beabsichtigt, aber wohl eine logische Folge ihres Verhaltens war.

Streit und riesige Löcher

Wer dann dachte, dass nun Ruhe einkehren würde, lag falsch. Die Bundesförderung effiziente Gebäude (BEG), die das zentrale Förderinstrument zur Heizungsmodernisierung ist, wurde ebenfalls zerstritten und tatsächlich erst in der letzten Sitzung des Haushaltsausschusses im Bundestag Mitte November beschlossen. Fast schon an Dramatik nicht zu überbieten war dieses Finale: Kurz vor der Haushaltsausschuss-Sitzung kippte das Bundesverfassungsgericht im sogenannten „Klima- und Transformationsfonds“ vorgesehene 60 Mrd. Euro als widrig und riss damit ein riesiges Loch in den Haushalt. Die bange Frage war: Würde das jetzt auch die BEG auf der Zielgeraden über den Haufen werfen? In unserem letzten Blog zum Thema Förderung sprachen wir ehrlich davon, dass man angesichts der Förder-Unsicherheiten gerade keine ehrliche Empfehlung aussprechen könnte. Nun kommt die gute Nachricht: Die neue BEG kommt zum 1.1.2024, wenn auch mit (kleinen) Abstrichen bei der maximalen Förderhöhe. Damit gibt es zum Jahresende immerhin gute Gewissheit, wie es zum Thema Heizung weiter geht.

Es lief nicht alles gerade

Bei all‘ der „Meta“-Politik, die ja für alle relevant ist, wollen wir nicht aus dem Auge verlieren, was auch konkret 2023 bei uns im Betrieb vor Ort geschah. Natürlich erlebten auch wir die Unsicherheiten der Kunden wegen des ständigen Hin und Her der Politik. Es kam auch zu Lieferengpässen und daraus resultierend langen Lieferzeiten, was manchen von euch echt auf die Geduldsprobe stellte, weil wir bestimmte Dinge leider auch nicht immer beeinflussen können.

Das war unser 2023

Trotzdem blicken wir auf das vergangene Jahr auch mit einigem Stolz zurück. So konnten wir am 1. Februar unser 10-jähriges Firmenjubiläum feiern – und einer unsere Mitarbeiter David Bock ist seit Gründung der Firma mit dabei. Die große Jubiläumsfeier fand dann am 16.9. im Uferlos Beachclub hier in Mühlheim mit Mitarbeitern, den Familien und vielen von euch sowie Partnern aus Handel und Industrie statt.

In dieses Jahr fällt auch der große Umbau unserer Büros: Wir haben das Großraumbüro modernisiert und außerdem einen neuen Meeting- und Präsentationsraum geschaffen. Ein wichtiges Thema war auch die Lageroptimierung durch Ausbau und Digitalisierung des Lagers. Hausanlagentechnisch gesehen haben wir unsere PV-Anlage erweitert und außerdem unsere bisherige Wärmepumpe gegen eine Wärmepumpe getauscht, die mit dem umweltfreundlichen Kältemittel Propan arbeitet. Und nicht zuletzt geht es insbesondere um unser #teampetri: Am 1. September durften wir unsere zwei neuen Azubis Elvis Ademay und Christian Vodenski begrüßen, und die aktuellste News ist, dass wir seit 1. Dezember einen neuen, weiteren SHK Monteur, Murat Baskal, haben.

Hoffnungsvoll sein und bleiben

Die Entwicklung von Petri im vergangenen Jahr stimmt uns, bei allen gegebenen Schwierigkeiten im Alltag und den politischen Umständen, deshalb auch dankbar und hoffnungsvoll – und diesen Dank möchten wir sehr gerne an euch weitergeben, weil ihr ihn ermöglicht.

Am Ende des Jahres wissen wir alle z. B. nicht, wohin die Reise bei den Energiepreisen geht. Aufgrund des neu entstandenen Haushaltslochs wird alles auf den Prüfstand gestellt, so auch die Energiepreisbremse, ob sie noch zu halten ist. Die anderen, weiteren Ereignisse auf der Welt im Großen sind uns allen bekannt und wir wollen Sie hier nicht nochmal ansprechen. Was wir euch und uns wünschen ist, dass wir uns den Mut und den Optimismus nicht nehmen lassen. Außerdem, immer wieder zu erkennen und sich zu besinnen darauf, was wirklich wichtig ist.

Wir, das Team von Petri, wünschen Dir und euch eine schöne Adventszeit, frohe Weihnachten und einen guten Rutsch dann in das neue Jahr! Was dieses dann bietet, werden wir gemeinsam sehen.

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